Videoabteilung leasen: Warum eine Produktions-Unit oft smarter ist als Inhouse
Veröffentlicht: 07.01.2026 · Autor: Martin Zöllner, Head of Production
Unternehmen brauchen immer mehr Video in mehr Formaten – aber ohne neue Fixkostenblöcke und ohne Agentur-Pingpong. Eine geleaste Produktions-Unit schließt die Lücke zwischen „komplett Inhouse“ (zu schwer und zu teuer) und „Projekt-Outsourcing“ (zu weit weg): eingespielt, nah am Team, planbar im Budget – und flexibel skalierbar. | not AFRAID
Key Takeaways:
  • Inhouse lohnt sich vor allem bei dauerhaft hohem, stabilem Volumen.
  • Projekt-Outsourcing kostet oft Zeit durch Kontextverlust und Briefing-Schleifen.
  • Eine Leasing-Unit bringt Inhouse-Nähe ohne Inhouse-Overhead: Team, Kapazität, Workflows – auf Zeit.
1. Das Problem: Mehr Video, weniger Spielraum
Die Anforderungen steigen: Video für Website, Social, Sales, Recruiting, Events – idealerweise in Varianten und mehreren Sprachen. Gleichzeitig sollen Budgets schlank bleiben und Teams nicht explodieren. Viele Marken wünschen sich deshalb Inhouse-Nähe: schnellere Entscheidungen, weniger Reibung, mehr Kontrolle. Nur passt das klassische Agenturmodell dafür oft nicht mehr, weil es zu weit weg vom Alltag der Teams ist.
Die Lücke ist klar: Alle wollen Inhouse – aber ohne die Overhead. Genau hier setzt das Modell „Produktions-Unit leasen“ an.
2. Warum nicht jedes Unternehmen eine eigene Videoabteilung braucht
Eine Inhouse-Videoabteilung klingt nach dem Ideal: volle Kontrolle, tiefes Markenverständnis, kurze Abstimmungen. Für Unternehmen mit konstant hohem Video-Volumen kann das langfristig Sinn ergeben.
Für viele B2B- und Tech-Unternehmen ist der Bedarf aber nicht konstant, sondern schwankt. Es gibt Launch-Phasen, Messe-Saisons und Kampagnen-Peaks – dazwischen ist es ruhiger. Gleichzeitig ist der Formatmix breit: Produktvideos, Interviews, Social-Snippets, Event-Coverage, Tutorials. International kommen oft noch Sprachvarianten dazu. Ein festes Team dauerhaft so auszulasten, dass es sich wirklich rechnet, ist in dieser Realität schwer.
Typische Inhouse-Hürden, die oft unterschätzt werden:
  • laufende Fixkosten, bevor überhaupt gedreht wird (Gehälter, Prozesse)
  • Setup & Tooling (Equipment, Schnittplätze, Lizenzen)
  • Maintenance (Weiterbildung, neue Plattform-Formate, KI-Workflows)
  • Leerlauf-Risiko, wenn gerade keine Peaks anstehen
Auf der anderen Seite ist Projekt-Outsourcing für viele Teams zu lose: Jedes Projekt startet neu, Kontext muss wieder aufgebaut werden, Qualität und Tonalität müssen jedes Mal stabilisiert werden. Das kostet Zeit – und Nerven.
3. Die Lösung: Eure Produktions-Unit auf Abruf (Leasing-Modell)
Eine geleaste Produktions-Unit ist im Kern eine eingebettete Videoabteilung – nur ohne eigene Headcounts. Ihr bucht ein eingespieltes Team für einen definierten Zeitraum mit einem klaren Kontingent pro Monat. Die Unit arbeitet nicht „extern im Blindflug“, sondern wie ein Teil eures Teams: in euren Routinen, euren Kanälen und mit eurer Roadmap im Kopf. Dadurch entsteht Markenverständnis nicht über lange Briefings, sondern über Nähe und Wiederholung.
Was eine Unit typischerweise abdeckt:
  • Konzeption/Producing, Dreh, Schnitt als wiederholbarer Prozess
  • KI-gestützte Postproduktion (z. B. Untertitel, Übersetzungen, Varianten)
  • Content-Planung und standardisierte Workflows
  • optional Zugriff auf KI-Bausteine (z. B. Avatar/Role Model), wenn sinnvoll
4. Warum das Modell in der Praxis gewinnt
Der größte Vorteil ist Kontinuität. Statt jedes Projekt neu zu vergeben, arbeitet ihr mit einem festen Team. Stil, Qualität und Tonalität bleiben konsistent – vom Imagefilm bis zum Sales-Snippet. Onboarding passiert einmal, nicht jedes Mal neu.
Der zweite Vorteil ist Planbarkeit. Ihr habt Kapazität ohne Pitch-Runden und ohne Agenturroulette. Budget wird über das Kontingent kalkulierbar, und ihr baut keine Fixkostenblöcke auf, die auch dann laufen, wenn gerade kein Dreh ansteht.
Der dritte Vorteil ist Geschwindigkeit. Weil die Unit nah dran ist, entstehen weniger Schleifen: Strategie-Änderungen kommen direkt an, Feedback wird schneller verarbeitet, und das Team kann proaktiv Vorschläge machen, statt nur Tickets abzuarbeiten.
Das sind die klassischen „Best-of-both-worlds“-Effekte:
  • Nähe wie Inhouse
  • Flexibilität wie extern
  • Konsistenz über Monate statt pro Projekt
5. Für wen lohnt sich eine geleaste Produktions-Unit?
Besonders gut passt das Modell, wenn ihr regelmäßig Video braucht, der Bedarf aber schwankt – und ihr trotzdem nicht jedes Mal bei Null anfangen wollt. Typisch sind:
  • B2B-Unternehmen mit erklärungsbedürftigen Produkten
  • Marketing, die mehr Video liefern sollen, aber keinen Headcount durchbekommen
  • Unternehmen, die Inhouse Produktion noch aufbauen wollen, aber jetzt schon liefern müssen
Wenn euch Projekt-Outsourcing zu weit weg ist – und ein voll ausgebautes Inhouse-Studio zu hart ins Budget schlägt – seid ihr genau die Zielgruppe.
Fazit: Best of both worlds
Mehr Video wird nicht weniger. Die Frage ist nur, ob ihr das mit Agentur-Ballast oder Inhouse-Overhead bezahlt – oder ob ihr ein Modell nutzt, das Nähe, Tempo und Planbarkeit verbindet.
Real first. Smart always. Und wenn ihr wollt: eure Produktions-Unit auf Abruf.
FAQ
1. Was bedeutet „Videoabteilung leasen“?
Ihr bucht eine eingespielte Produktions-Unit für einen festen Zeitraum mit Kontingent. Sie arbeitet eingebettet wie ein Teil eures Teams – ohne eigene Headcounts.
2. Wann ist Inhouse sinnvoll?
Wenn euer Video-Volumen dauerhaft hoch und stabil ist und ihr Skills/Tools langfristig auslasten könnt.
3. Warum ist Projekt-Outsourcing oft ineffizient?
Weil Kontext und Prozesse bei jedem Projekt neu starten – das erzeugt Briefing-Schleifen und inkonsistente Qualität.
4. Kann man eine Unit skalieren?
Ja. Peaks lassen sich über Kontingent oder zusätzliche Kapazität abfedern, ohne langfristige Personalbindung.
Wollt ihr Inhouse-Nähe ohne Inhouse-Overhead?
Lasst uns kurz prüfen, ob eine Produktions-Unit für eure Roadmap, Peaks und Formate der sinnvollste Hebel ist.
Real first. Smart always!